Montag, 28. April 2014

kartoffelnsetzen

Die Schweden sagen: "Nicht vor dem 1. Juni!"
Ich sage: "Am 24. April!"

Und ruckzuck waren die Tüfken gesetzt...
Drückt mir die Daumen, dass sie überleben, denn obwohl wir letzte Woche im Schnitt 25 Grad in der Sonne hatten, wurde jetzt tatsächlich eine Schneehusche angekündigt...




Die Kartoffeln kühl lagern und im Dunkeln keimen lassen. Kartoffeln mit mehreren Keimen kann man durchschneiden.
ca. 1 Spatenlänge tief graben


Kartoffeln mit ca. 30 cm Abstand einsetzen




zur Sicherheit vor Frost hab ich die Erde über den Tüfken auch nochmal angehäuft

und zum Schluss noch ein Frostschutztunnel drüber...


Da kann doch wohl nix schiefgehen oder? Aber wie schon gesagt, ich wurde gewarnt und habe nicht gehorcht. Es ist ein Versuch und ich lass mich von meinem (guten) Gefühl leiten..!

Heute ist der 10. Juni und unsere Tüfken haben sich vor einigen Tagen durchgekämpft. Ich hatte die Hoffnung schon fast verloren, ABER da sind sie... :D




     





Donnerstag, 24. April 2014

teemachen

Tee machen ist viel leichter als man denkt.
Alles was ihr benötigt sind Kräuter/Blüten/Blätter, eine Schere, einen Platz zum Trocknen und Geduld...



"Schwedischer Sommerwiesentraum" (ein Geschenk von meiner Mum) mit einer langen Liste an Inhaltsstoffen. U. a. mit:
- wilder Rose
- Erikakraut
- Brennessel
- Mädesüß
- Frauenmantel
- Klee
- 2 Sorten Minze
- frischen Birkentrieben
- Veilchen
- Scharfgabe
- Zinnkraut
- Weidenröschen



Ein weiteres Geschenk: "Anja und Kai's Waldtee" mit Blättern von
- Birke
- Himbeere
-Johannisbeere
- Weidenröschen



Ringelblumenblütentee - nach dem Blütenblätterabernten, die Blume unbedingt stehen lassen, bis ihr später die Samen ernten könnt (wenn sie ausgeblüht und getrocknet ist). Eine Ringelblumenblüte gibt ca. 20-30 Samen und die gehen in jedem Boden auf!!!




Links: wildes Stiefmütterchen und rechts: Salbei (ein frischer Salbeitee wirkt Wunder bei Husten). Ich halte meine Salbeipflanze immer recht kurz und ernte die frischen, jungen Blätter sehr zeitig ab, weil ich mir einbilde, dass dort die meiste Energie drin steckt. :)



Montag, 21. April 2014

gartenanlegen


Wenn man diesen Teil des Grundstücks so betrachtet, dann sieht es alles andere als nach einem schönen Garten aus.

Dies gilt es zu verändern. Wir hatten eigentlich noch gar keine richtigen Ideen wie und was, aber manchmal muss man einfach nur anfangen und die Dinge kommen von selbst ins Rollen...

Here we go!


Äste absägen, damit das Licht durchkommt, Naturhecke anlegen.
Das lässt er sich nicht zweimal sagen... Schnipp schnapp - Bäume ab. Hinterher wartete dann das recht mühselige Wurzelausgraben!



Die Naturhecke wird angelegt. 1. Baumstämme entrinden! Wichtig, da sonst die Rinde anfängt zu faulen und somit der ganze Stamm schneller vergammelt. 2. Mit einem Eisbohrer ca. 50 cm tiefe Löcher in den Boden drehen. 3. Die Stämme mit der dicken Seite nach unten in den Boden stecken, festklopfen und mit Erde (kein Laub etc. da das zu schnell gammelt) auffüllen.



Die Naturhecke kann ruhig etwas breiter sein, ganze Bäume, Äste, Wurzeln oder anderer organischer Abfall kann da rein (es sei denn ihr habt nen Kompost, da ist einiges besser aufgehoben). Später wird das ganze noch mit Erde ergänzt und schon können Samen aller Art dort "raufgeschmissen" werden. Es zeigt sich dann, was blühen möchte und was nicht.


Das waren gerade mal 12 Bäumchen.

Achtung: selber Platz, aber gegenüberliegende Perspektive! 

Ich weiß nicht, ob es auf dem Foto gut zu erkennen ist, aber wir haben ganz schön Schräglage, geschätzte 40 cm Höhenunterschied. Bevor wir etwas anpflanzen, wollen wir das ganze erstmal terassieren.

Wie bei der Naturhecke werden die Stützständer ca 40-50 cm in den Boden gebracht und festgestampft.


Dann werden die vorher entrindeten Stämme übereinandergelegt (ggf. auch festgeschraubt) und in Waage angebracht. Jetzt haben wir in etwa eine (schon mal optische) Ebene geschaffen (Vergleich links, Wiesenkante). Überraschend der Höhenunterschied, nech? Wichtig, vor dem Schaufeln: von der Innenseite wird eine Folie (Mülltüte oder was auch immer) an die querliegenden Holzstämme genagelt. Dient ebenfalls zum Schutz vor zu schnellem Gammeln. Und nicht zu vergessen: der Bauherr Junior Jacob nimmt alles genau unter die Lupe und ist hautnah dabei! :)


Nun kann das Umgraben und Bodenausgleichen beginnen, aber vorher muss Mann Axt anlegen und die hartnäckigen Wurzeln entfernen.


Schon ein ganzes Stück weiter, fast sind wir an der Kante angelangt. Im gleichen Stil haben wir gleich weiterführend die Beetgrenze gesetzt. Chrisi baut gerade eine zweite Kompoststelle.

Langsam nimmt alles Form an. 2 neue Kompostplätze sind gebaut, die Naturhecke wird höher. Das kleine Beet vorne rechts ist schon bestückt mit: Spinat, Salat, Kresse, Bohnen und Ringelblumen. Wir werden sehen welche Samen keimen, denn der Boden ist sehr sandig und aufgrund der vielen Kiefern übersäuert.
Ein Perspektivenwechsel für die, die es interessiert.

Es grünt so grünt... da hinten die Wiese, die wir noch nicht unter Kontrolle haben ;)

Der Salat hat so seine Schwierigkeiten, aber er boxt sich durch (kleines Beet). Auch die Kresse kommt, die Ringelblumen und die Bohnen. Der Spinat hat es nicht geschafft.
Gründüngung  - Ringelblume und Tagetes

Auf dem höheren Beet rechts stehen jetzt ein paar Grünköhler (hmmm, lecker) und ne Menge Gründüngung in Form von Ringelblumen und Tagetes um die Erde fürs nächste Jahr vorzubereiten.

Begrüßt mit uns unseren neuen Süßkirschenbusch. Ja, es wird wohl eher ein Busch als ein Baum. Wir hoffen sehr, dass die Kirsche die kalten Winter abkann, wie versprochen!

Und auch diese Sibirische Brombeere (klingt doch schon abgehärtet, oder?) schimpft sich nun unser Gartenmitglied. Wir sind gespannt! :D

Schwedisch-winterharte Pflanzen gibt es hier ------> http://herjedalsplant.se/



Weiter geht es nun mit der Gartengestaltung...
Bäumchen ab und den Stamm ca. 1 m stehengelassen.

Bodenkontrollen vor Ort sind das A und O !

Nun wird der "Zaun" geflochten...

...und abwechselnd mit Erbsen und Kapuzinerkresse bepflanzt.

...es kommt mühsam, aber es kommt! :)


einen Monat später...

...immer noch mühsam, aber immerhin ein paar Schoten!

und noch etwas schüchtern, die Sonnenblumen... :)






hausbau & grundofen


Wie schon erwähnt, sind wir im August 2012 nach Schweden gezogen.
Begonnen hat aber alles schon viel früher...

2011 war Chris in Schweden und hat sich ein erstes Bild vom neuen baldigen Heimatort gemacht, den wir bis dato nur vom Hörensagen und wenigen Fotos kannten.

Was gibt es also wichtigeres zu tun, als den ersten Spatenstich..!?
Für die Interessierten unter Euch hier eine kurze Zusammenfassung des Eigenheimbaus in Form von Bildern.


Kurzurlaub im Juni 2011 - der erste Spatenstich
Als wir im August 2011 einen Monat Elternzeit genommen haben, war dies natürlich alles, nur kein Urlaub! Endlich begann der Bau des Hauses (die Fundamente etc. haben mein Bruder + Paps vorbereitet). 






 
Die drei fleißigen Männer: Stefan (mein Bruder), Chris (mein Kerl), Andreas (mein Paps)
YES! Ein Blick aus dem Küchenfenster.
Hier kommen die Dachbinder.

Jacob überwacht das Geschehen! Arbeit ist zu schön, ich könnt stundenlang zusehn...




Zeit fürs Richtfest!! Ein Spaziergang über die Wiese, ein bisschen basteln und fertig ist der schönste Richtkranz of the world! :)
September 2011: Nach dem Richtfest war unser Elterzeiturlaub in Schweden leider schon zu Ende und die Stadt rief nach uns. Der Abschied fiel uns sehr schwer, nach allem was sich in der Zeit getan hat.
Dank Stefan und Papa war es überhaupt möglich weiterhin zu träumen. Immer wenn es die Zeit zulies, opferten sie die ihre, um an unserem Haus weiterzuarbeiten.
Dachblech..

Zurück im Berliner Alltag wurden wir von den verbliebenen zwei fleißigen Männern über die Baufortschritte auf dem neusten Stand gehalten. Ein kurzer Blick ins noch ziemlich chaotische Innenleben, doch schon kurze Zeit nach diesem Foto...
...konnten wir unsere neue Hütte beziehen. Jacob und ich sagten Berlin Ende Juli 2012 ein vorerst letztes mal "Tschüss", um dann in Schweden auf die Ankunft der drei Umzugsmänner zu warten. Etliche, nicht endenwollende Stunden des Zusammenpackens, enttäuschte Telefonanrufe meinerseits, weil nicht alle meine geliebten Zimmerpflanzen mitkommen konnten, ein zu kleiner Umzugswagen, verspätete Abfahrt aus Berlin, eine in letzer Minute erreichte Fähre von Sassnitz nach Trelleborg, eine über 1000 Kilometer lange Fahrt um am Ende der Strecke weitere Stunden für den Ein- und Aufbau aufzubringen! Und trotzdem können fast alle noch lächeln!! Danke Max und Felix!!! :D
August 2012: Unser Baby in der vorerst fertigen Fassung, noch ohne Außenfassade und eine provisorisch hingezimmerte Eingangstreppe.

Das nächste große Projekt (denn nen warmen Arsch brauchen wir ja alle): der Grundofen, der das gesamte Haus beheizt, ohne Strom - mit Holz. Ebenso von unabdingbarer Wichtigkeit: das Holzlager.
Ein irres Projekt! Irre im Sinne von: irre wichtig, irre kompliziert, irre nervenaufreibend. Der erste Einsatz ist ein Herd. Die roten Steine speichern Wärme, denn das Prinzip ist, solange wie möglich die Wärme im Ofen zu behalten. Eine Kopfleistung der höchsten Klasse in meinen Augen, etliche Stunden des Grübelns, des Rechnens, des Recherchierens usw. usf.... Danke Papa!!!!
Der Schornstein geht über den Dachboden (iiiirrrgendwann mal die ausgebaute 2. Etage) bis raus.

Hier kommt der schweineschwere Kamin, der dann...
...noch verputzt wurde.
Spannend: der erste Feuertest - erfolgreich!


Mit ca. 15 kubikmeter Holz können wir ein ganzes Jahr lang heizen.
Ein Foto mit der Endfassung des Grundofens kommt in Kürze...!